Karneval:
Ein Drittel sind Karnevalsmuffel Umfrage: Die beliebtesten Karnevals-Aktivitäten
Karneval: Eine Frage des Alters? 05.02.2010, 10:00 Uhr
Bild: ddp
Stuttgart (wnorg) - Jetzt ist es beinahe schon amtlich: Rund ein Drittel der Deutschen outet sich in einer Umfrage als Karnevalsmuffel. Rechtzeitig vor dem Erreichen des Frohsinnsgipfels der tollen Tagen zeigt deshalb die wnorg-Redaktion, wo der Karnevalsvirus weniger und wo es mehr verbreitet ist in Deutschland.
Kein Interesse
Mehr als ein Drittel der Deutschen (36 Prozent) hat kein Interesse an Karneval oder Fasching, gut ein weiteres Drittel (37 Prozent) verfolgt die fünfte Jahreszeit allenfalls am Fernseher. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für die Zeitschrift DAHEIM in Deutschland (Februar/März-Ausgabe). Zur Methode der Umfrage: Es wurden bundesweit repräsentativ 1.004 Menschen befragt.
Eine Altersfrage
Auf die Frage "Feiern Sie Karneval als Beteiligter mit?" antworteten nur 22 Prozent mit Ja. Dabei zeigte sich, dass die Beteiligung mit zunehmendem Alter abnimmt. Während bei den unter 60-Jährigen zwischen 24 und 28 Prozent aktiv an den so genannten "tollen Tagen" teilnehmen, sind es bei den über 60-Jährigen nur noch elf Prozent.
Regional unterschiedlich
Das Interesse ist regional ganz unterschiedlich: In den Karnevalshochburgen wie Rheinland-Pfalz (30 Prozent), Bayern (27 Prozent) und Baden-Württemberg (25 Prozent) fielen die Werte erwartungsgemäß hoch aus. In Berlin gaben hingegen 55 Prozent an, sie seien "Karnevalsmuffel". Ähnlich groß ist das Desinteresse an der "fünften Jahreszeit" in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen (53 Prozent).
Umzüge und Verkleidung
Wer sich überhaupt mit Karneval und Fasching beschäftigt, hat klare Präferenzen. Emnid fand in der Umfrage für DAHEIM in Deutschland heraus, dass 64 Prozent der Befragten vor allem die Umzüge mit den Motivwagen mögen. 58 Prozent legen Wert auf die Verkleidung.
Sitzungen: Nein Danke?
Die Beliebtheit von Büttenreden und Prunksitzungen hängt hingegen sehr stark vom Alter ab. Während 71 Prozent der über 60-Jährigen die oftmals geistreichen Auftritte der Büttenredner schätzen, können nur 26 Prozent der 14- bis 29-Jährigen mit dieser Form der Unterhaltung etwas anfangen.
Klassenloser Karneval
Interessant ist auch dieses Ergebnis der Umfrage: Für die Mehrheit der Deutschen, nämlich 54 Prozent, ist es "sehr wichtig" oder "eher wichtig", dass während Karneval und Fasching die sonstigen gesellschaftlichen Unterschiede nicht gelten und alle Menschen gleich sind. Dabei zeigte sich, dass dieses Gefühl für Menschen mit Volksschulabschluss deutlich wichtiger ist (72 Prozent) als für Menschen mit Abitur (42 Prozent).
Die Karnevals-Hochburgen
Feiern Sie Karneval mit? Antworten nach Nielsen-Gebieten in Prozent
Düsseldorf (ddp) - Der Handelsverband Deutschland (HDE) setzt auf einen Konsumanstieg in diesem Jahr. "Wir verzeichnen gute Signale für den Konsum", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der Düsseldorfer "Wirtschaftswoche" laut Vorabbericht. Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt sei im Handel deutlich spürbar. "Deshalb rechnen wir für 2010 mit einem Umsatz mindestens auf Vorjahresniveau. Das ist mehr, als wir Anfang des Jahrs erwartet haben", erläuterte Genth.
Im Oktober will der Verband seine Prognose noch einmal überprüfen und voraussichtlich nach oben korrigieren. "Ein Umsatzplus von einem Prozent ist 2010 möglich", sagte Genth. Die Menschen würden wieder mehr Geld für sich ausgeben. "Bei Textilien verzeichnen wir daher ein Umsatzplus von rund sechs Prozent", ergänzte der HDE-Chef. Auch Möbel und Elektronikartikel, insbesondere Fernseher, verkauften sich gut.
Nachdem sich längere Öffnungszeiten durchgesetzt hätten, erhofft sich Genth weitere positive Signale vom Geschäft an Sonntagen: "Jetzt sind die Bundesländer gefordert, mehr verkaufsoffene Sonntage zuzulassen", sagte er.
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